FAQ

ALLE FRAGEN AUF EINEN BLICK.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding bzw. Schwarmfinanzierung, ist eine alternative Finanzierungsform, bei der viele Anleger (die „Crowd“) Geldbeträge bereitstellen, um private oder unternehmerische Projekte zu finanzieren. Die Vermittlung der Finanzierung erfolgt über Plattformen, auf denen die Projekte öffentlich vorgestellt werden.

Ist Crowdfunding für Deine Geschäftsidee sinnvoll?

Nicht jede Geschäftsidee ist gleichermaßen für eine Finanzierung durch den Schwarm geeignet. Crowdanleger sind meist nicht nur finanziell, sondern auch „sozial“ motiviert. Sie möchten Projekte möglich machen, von denen sie überzeugt sind. Am erfolgversprechendsten sind daher innovative Geschäftsideen, die aus Sicht der (zukünftigen) Kunden einen Mehrwert bieten. Außerdem heben sie sich durch ein Alleinstellungsmerkmal hervor, dass sie von bereits Bestehendem abgrenzt und auf diese Weise besonders macht. Interessante, neuartige und „sympathische“ Projekte haben eher das Potenzial, das Interesse der Crowd zu wecken. Im Idealfall begeistert das Projekt und schafft eine emotionale Bindung des potenziellen Unterstützers, sodass dieser Dein Projekt gerne weiterempfiehlt und so wiederum neue Unterstützer anzieht. Ebenso wichtig ist es, dass sich Deine Idee prägnant darstellen lässt, denn die Crowd will wissen, wofür ihr Geld verwendet wird. Je komplexer eine Geschäftsidee ist, desto schwieriger wird es, die Unterstützer zu überzeugen. Außerdem sollte das Geschäftsmodell skalierbar sein.

Ganz wichtig ist aber auch: Bist Du ein Typ für die Crowd? Kannst Du Ideen gut verkaufen, bist Du bereit, Deine Pläne öffentlich zu machen und gegebenenfalls mit vielen Anlegern in Dialog zu treten? Siehe auch „Welche Eigenschaften sollte ich als Crowd-Funder mitbringen?"

Welche Funding-Summe ist realistisch? 

Überlege Dir, wieviel Geld Du benötigst und wieviel Du durch Crowdfunding erreichen kannst. Helfen kann dabei die Orientierung an anderen, ähnlichen Projekten, die bereits erfolgreich finanziert wurden. Die Untersuchung erfolgreich finanzierter Projekte hat gezeigt, dass es ratsam ist, das Funding-Ziel nicht zu hoch anzusetzen. Erscheint eine erfolgreiche Finanzierung in den Augen der Unterstützer von Anfang an unwahrscheinlich, sinkt die Bereitschaft das Projekt zu unterstützen. Trotz allem solltest Du berücksichtigen, dass durch das eingesammelte Kapital auch eine Umsetzung der Idee sichergestellt werden kann! Da eine Crowdkampagne auch mit nicht unerheblichen Kosten beispielsweise für die Erstellung eines Videos, eine Steuer- und Rechtsberatung etc. verbunden ist, ergibt sich bei geringen Funding-Beträgen aus finanzieller Sicht oft ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Dies kann aber beispielsweise durch den Werbeeffekt kompensiert werden.

Welche Crowdfunding-Plattform soll ich nutzen?

Es gibt eine große Zahl von Plattformen. Einige im Markt verbreitete, die sich schwerpunktmäßig mit unternehmerischen Projekten befassen, haben wir in unserer Übersicht vorgestellt. Kriterien für die Wahl der Plattform können thematische Schwerpunkte sein (beispielsweise für „grüne“ Projekte), die Form der vermittelten Beteiligungen (Crowdinvestments oder Crowdlending) sowie deren Umfang, die Gebühren oder auch die regionale Verbreitung.

Was kostet Crowdfunding?

Je nach Portal werden 3-10% der eingeworben Summe als Provision einbehalten. Zusätzlich müssen Kosten für die Erstellung eines Businessplans und die Präsentation des Vorhabens bei einer Plattform sowie evtl. für die Produktion eines Videos (insbesondere beim Crowdinvesting und Reward-based CF) eingeplant werden. Auch für die Durchführung der Crowdfunding-Kampagne beispielsweise durch Mailings – sollten Kosten eingeplant werden. Die Höhe dieser Kosten hängt stark von Deinen Möglichkeiten und Eigenleistungen ab.

Kann ich meine Idee vor einer Präsentation urheberrechtlich schützen lassen?

Das Urheberrecht greift nur, wenn eine Idee auch bereits in ein Werk umgesetzt wurde. Siehe hierzu auch unsere Ausführungen zum Urheberrecht. Es ist sinnvoll, den Einzelfall rechtlich zu prüfen und somit sicherzugehen, dass das Projekt geschützt ist. Sprich dazu gerne unser Innovations- und Patent-Centrum (IPC) an.

Was passiert, wenn mein Projekt das Fundingziel nicht erreicht?

Wird das Fundingziel in der angegeben Zeit nicht erreicht, erhalten die Investoren ihr Geld zurück und die Finanzierung ist nicht zustande gekommen. Hier solltest du Dir genau die Bestimmungen der einzelnen Plattformen durchlesen – insbesondere auch, was die Zahlung etwaiger Gebühren für die Nutzung der Plattform angeht.

Kann ich die Zinszahlungen auch beim Crowdfunding steuerlich absetzen?

Das hängt von der Gestaltung der Crowdfinanzierung ab. In den Fällen, in denen die Crowdbeteiligung als Fremdkapital zählt (Crowdlending sowie bestimmte Formen des Crowdinvesting) dürfte dies möglich sein. Für individuelle Auskünfte empfiehlt sich eine Auskunft durch die Plattformen und spezialisierte Steuerberater.

Welche Eigenschaften sollte ich als Crowdfunder mitbringen?

Wenn Du Dich für die Finanzierung über Crowdfunding entscheidest, solltest Du Dir dessen bewusst sein, dass dahinter auch viel Aufwand steckt und ein hohes Maß an Engagement gefordert ist. Einige wichtige Punkte sind zu beachten: Interaktion

  • Aufwand: Die intensive Betreuung vor, während, aber auch nach dem Projekt nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Eine fortwährende Kommunikation mit den Investoren ist wichtig, um das Interesse der Zielgruppe zu gewinnen und zu halten. Hierfür sollten genügend Zeit und gegebenenfalls Unterstützung durch Dritte eingeplant werden.
  • Affinität zu Social Media: Crowdfunding wird erst durch die Mobilisierung breiter Massen erfolgreich. Deshalb ist es besonders in der Anfangsphase sehr wichtig, das Projekt in diversen Kanälen zu bewerben. Kundenakquise und Vernetzung sind durch Social Media wesentlich einfacher, aber auch schneller geworden. Viele Menschen können mit vergleichsweise geringem Aufwand erreicht werden. Hierbei darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Kanäle nicht nur Lob und positives Feedback weiterleiten, sondern auch negative Kritik schnell kommuniziert werden kann. Wichtig ist immer ein Auge auf das Geschehen zu behalten, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können.
  • Kommunikationsgeschick: Die Crowd möchte wissen, wem sie wofür Geld gibt. Du solltest also die Fähigkeit zum „Story-Telling“ haben. Die "Crowd" soll teilhaben an Entwicklungsprozessen, Fortschritten, aber auch an Rückschlägen. Eine emotionale Bindung wird durch lebendige, authentische Geschichten, unterstützt durch Fotos und Videos, geschaffen. Transparenz wird vor allem in Social Media Kanälen sehr geschätzt. Der Dialog mit den potentiellen Investoren ist als zusätzliche Aufgabe unerlässlich. Rückmeldungen und Anfragen sollten ernst genommen und möglichst zeitnah bearbeitet werden.

Komm bei uns vorbei!

Du hast weitergehende Fragen, z.B. zur Patent- und Markenanmeldung oder möchtest deinen Businessplan mit einem Experten durchgehen? Auf unserer Seite Gründungszentrum erhältst Du Informationen zu den jeweiligen Beratungsstellen.

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